Wenn
die Fische steigen..... |
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Wenn die Fische steigen, hat der Stippangler kaum Chancen. Das will ich an Hand eines kleinen Erlebnisses erzählen. Im Raum Potzdam an der Nuhte, einem kleinen langsam fließenden Gewässer, habe ich vor ein paar Jahren folgendes erlebt. In einem Wehrkessel wo der Fluß ca. 15 Meter breit ist, saß eine Gruppe Angler hinter ihren Stippen, vermutlich bei einem Wettkampf. Wie ich denen so zuschaute, bemerkte ich auf der gesamten Strecke, bis kurz hinter deren Posen, kleine Ringe an der Oberfläche die von steigenden Fischen verursacht wurden. Es war ein regelrechtes Massensteigen nach irgendeiner schlüpfenden Insektenart im vollem Gange. Meine Fliegenrute hatte ich montiert dabei, denn ich wollte eigentlich auf Aland fischen. Das Wehr hatte einen Übergang bis zum anderen Ufer, und so wuchs in mir ein Plan, den ich in die Tat umsetzte. Vom anderen Ufer konnte ich meine Fliegen ziemlich nah, etwa einen Meter vor die Posen der Stippangler platzieren. Schon bei der ersten Abdrift machte ich einen guten Hasel fest. Auch die nächsten Würfe brachten gute Fische an die Angel überwiegend Hasel und mittlere Döbel, die dann in meinem Setzkescher landeten. Mit wenigen Fehlwürfen ging das so fort, bald wie das Brezelbacken. Die Gesichter der aktiven Stippangler wurden immer länger, - hatten sie doch das gesamte Panorama wie im Kino vor sich, es lässt sich denken. Aber, bin ich für die Bequemlichkeiten oder Unkenntnisse der "Anderen" verantwortlich? Ich denke nicht! Darum war nach meiner Meinung diese Lektion fällig. Wenn Fische in großen Mengen an der Oberfläche Nahrung aufnehmen warum auch immer, was will man da im gekielten Meterbereich fangen? Na gut, Plötzen und Brassen steigen kaum nach Oberflächennahrung, aber auch ohne Flugangel an der Stippe, mit schwimmenden Köder hoch gekielt, wäre mit Sicherheit der eine oder andere Weisfisch gefangen worden. Doch die Angler fischten eben am Grund weiter. Nach etwa 45 Minuten habe ich dann das Angeln beendet, - mein Kescher war prall gefüllt. Wortlos ging ich von Tannen, nachdem ich den Fang wieder frei ins Element zurück gesetzt hatte. Mit der Trockenfliege lassen sich an guten Tagen ohne weiteres 50 und mehr Fische in kurzer Zeit fangen. Natürlich an Gewässern die sich dazu eignen, wo der Fisch am Grund wenig Nahrung findet. Mehr darüber in meiner Rubrik "Gewässer für Fliegenfischer". Petri Heil |
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