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Materialkunde für Fliegenbinder
Verschiedene Federn und ihre Verwendung beim Fliegenbinden.
Haushahn: (Spezialzucht): Hals und hinterer Rückenteil (Sattel). < Besonders die Sattelfedern sind für große Trockenfliegen gut, weil sie länger, glänzender und besser geformt sind. Sie haben weniger Flaum und einen feineren haltbareren Kiel als Halshechelfedern.
Starmännchen: Glänzende Rückenfedern. Ähnliche Verwendung vom Morinell Regenpfeifer, Möven, schwarzpunktierte von Rebhuhnbrust, Haselhuhn und Waldschnäpfe
Marabou: Die unterentwickelten Körperfedern des Truthahns. < Weichestes Federmaterial überhaupt . Buntgefärbt Verwendung bei Groß-Streamern etc.
Für Flügel: Die Schwungfedern des Holzhähers, Stars und der Lerche. < Besonders an Trockenfliegen.
Für Ephemeridenflügel (Eintagsfliegen): Die bläulichgrauen Federn unter den Flügeln vom Star, Regenpfeifer, Schnepfe und Amsel. < Silbergrau = Seeschwalbe. Dunkelgrau = Häher oder Star. < Schwarz = Amsel oder Wasserhuhn. < Hellgrau gefleckt = Waldschnepfe, Rebhuhn, Fasanenhenne. < Dunkelgrau gefleckt = Fasanenhahn < Zimtbraun = Wachtelkönig oder Eule. < Braunrot und dunkelgrau gefleckt = Oberseite vom Flügel des Wachtelkönigs. < Weiß/schwarzpunktiert oder gestreift = Brust vom Wildenten- oder Krickerpel (Mallard bezeichnet). < Weiß = Gans oder Taube. < Schwarzweiß gefleckt = Perlhuhn (können noch gelb nachgefärbt werden.
 
Spezielle Bezeichnungen für verschiedene Federn.
Badger: Helle Dachsfeder mit schwarzgrauen Inneren am Stamm.
Grizzly: gesperbert, hell/ dunkel gefleckt.
Coch-y Bondhu: Rotbraune mit dunklen Spitzen und Inneren.
Tippets: Kragenfeder vom Goldfasan.
Jungle Cock: Augenfeder vom Dschungelhahn.
 
Tierfell/ Pelz als Dubbingmaterial (Umspinnung von Fliegenkörpern).
Für kleine Trockenfliegenkörper: Eignet sich das Fell von Biber, Nutria, Bisam, Pelzrobbe, Nerz, Wiesel, Iltis, Kanin und Maulwurf.
Pelzrobbe (Seal): Besitzt die feinste Unterwolle. Schmutzig goldoliv. Für kleinste Trockenfliegen.
Biber: Hat etwas gröbere Wolle. Für kleine bis mittlere Trockenfliegen und größere Nymphen. Pelzstück vom Bauch (Wamme) am besten. (hell- mittelgrau mit braun)
Nutriaflusen: Sind etwas kürzer und geringfügig gröber. Für gleiche Zwecke wie Biber.
Wiesel und Iltis: Haben etwas weichere Flusen. Für Trockenfliegen.
Bisam: Für Nymphen und Trockenfliegen. Nymphenkörper nehmen im Wasser die karakteristische Färbung schlupfreifer Ephemeridennymphen an. (blau bis schiefergrau mit bräunlichen Spitzen).
Nerz: Ist sehr steif und gut rückfettbar. Für mittlere Trockenfliegen. Farbvielfalt: gelbbraun, hellbraun, mittelbraun, dunkelbraun, weißgrau und schwarz.
Kaninchenfell: Naturbelassen in weiß, grau und braun. Für größere Trockenfliegen. Entfettet und gefärbt, auch für größere Nymphen und Naßfliegen.
Maulwurf: Hat keine Grannen nur dunkelbraune kurze Unterwolle. Das gröbste hier vorgestellte Flusenmaterial. Für mittlere Trockenfliegen. Schwer verarbeitend.
 
Tierhaare.
Rehhaar und Hirchhaar: Findet Verwendung für Köcherfliegen (Buck Caddis/ Sedges). Irresistible, Muddler Minnow etc. < Da es hohl ist, ist es gut schwimmbar.
Skunk (Stinktier): Erstklassig für lange Schwinge von Streamern und Tubenfliegen. Sehr lebhaftes Spiel im Wasser.
Dachshaar (Badger): Von vielen Lachsfliegen- und Streamerbindern bevorzugtes Haar. < Basis grau, mittelgelb, Spitzen grauweiß.
Kalbsschwanz: Haar vom Kalbsschwanz ist bestens geeignet für Streamer und Bucktails. Ist leicht gekräuselt und ohne Unterwolle.
Pfaufeder: Für bestimmte Fliegenleiber z.B. Coachman, Witch, Red Tag etc. < (abgestreift als Pfaustamm für Kielfliegen) Imitiert Körpersegmente.
Hasenohr: Steifhaartyp. Läßt sich sehr schwer Dubben. (Fadenschlaufe erleichtert das Arbeiten).