Zurück >>>
 
Das Jahr der Äsche !

Zu Jahresbeginn steht sie in tiefen Stellen und Gumpen mit ruhiger Strömung. Es besteht spärlicher Nahrungsanfall. Sie entwickelt sich zur Laichreife. Laichzeit ist März, April, manchmal auch erst Mai.

Im Gebirge laicht sie bevorzugt auf seichten und zügig überrieselten Bänken aus feinem Kies! Anfang Mai ist der Tisch für Äschen vom Nahrungsangebot schon reich gedeckt. Sie erholen sich schnell von den Laichstrapazen; gegenüber den Bachforellen, die nach der Laichzeit regelrechte Durststrecken haben (ein schlechtes Nahrungsangebot). Weibliche Äschen sind beißfreudiger als männliche !

Mai - Juni: Es schlüpfen Köcher- und Eintagsfliegenlarven, Subimago und Imago. Nymphen und allerlei fertige Fliegen schwimmen im und auf dem Wasserfilm als nahrhafte Beute der Äschen.
Juni - Juli: Es schwärmen einzelne Arten der Eintagsfliegen auf Wochen verteilt. Mastzeit der Salmoniden.
Juli - August: Zunehmende Wassertemperatur. Die satte Äsche wird träger und steigt seltener zum Wasserspiegel auf (nur kleinere Exemplare). An trüben regnerischen Tagen, oder in Abendstunden von Sonnentagen wird sie lebendiger und ihre Freßlust angeregt.
September - Oktober: Beste Beißzeit für Flugangler ! Kleinere Insektenarten, Ephemeriden, Perloiden etc. schlüpfen, steigen, schwärmen und beleben pausenlos den Wasserspiegel.
Dezember - Februar: Verläßt die Äsche den Flußboden Kaum. Steht ruhig in Gumpen, Vertiefungen, hinter großen Steinen und im Unterwasser von Wehren. Verminderter Appetit. Nur mundgerechte Nahrungsaufnahme, was eben so zutreibt.

Große Äschen haben an den Seiten eine Goldzone (Färbung), statt silber. Präsentiert sich eine Äsche durch Sprung und sieht der Angler an den Seiten goldbraun, handelt es sich um einen guten älteren Fisch!

Da männliche Äschen im dritten Jahr Geschlächtsreif sind (28cm), weibliche jedoch erst im vierten Jahr (35cm), ist es wünschenswert weibliche Ä. erst ab einer Größe mit 36cm mitzunehmen. Eine 32cm weibliche Äsche hat noch nie gelaicht ! Jedes Lebewesen sollte sich wenigstens einmal fortpflanzen können. < Erkennungsmerkmal ist in erster Linie die Fahne. Die Fahne bei männlichen ist viel größer und kann bis zur Fettflosse reichen.